Erst Jack, dann Knuddel

             Unser Hund Knuddel

            Autor: Michael Kliemann

 

Wie können Menschen so sein!!

 

Zwei Personen sind im Ausland, um ihren Urlaub zu genießen. Sie entdecken dort in einem Tierheim einen wunderschönen rehbraunen Hund „Jack“, eine Mischung Labrador - Weimeraner. Beide Urlauber wollen ihn unbedingt haben.

Der deutsche Tierschutz ist die Lösung. Mit deren Hilfe gelangt Jack in ein Tierheim nach Baden-Württemberg in Quarantäne.

Er ist jung, lebendig und voller Leben.

Dort im Tierheim entdecken die „angehenden“ Besitzer dieses wundervollen Hundes,

dass er körperlich beeinträchrigt ist. Dies  war im Ausland nicht zu sehen, da sie ihn aus Distanz beobachteten.

"Um Gottes Willen der Hund hat ja ein Handicap“! Ruft einer der beiden Personen aus, und beide suchen das Weite.

Der junge Hund hat das Land, dass Tierheim gewechselt, und wird nun alleine zurückgelassen. Jetzt hat er auch kein Zuhause gfunden.

Nachdem mein Hund Ouzo (ein echter Grieche) im Winter des Jahres 2000 nach schwerer Krankheit von uns ging,

schwor ich mir, dass ich so schnell keinen Hund mehr haben werde.

Die Verantwortung ist mir zu groß, da ich Schichte.  Es tat soo weh! Ouzo  war einige Wochen alt, als er mit uns von Griechenland nach Deutschland kam.

Aber meine Mutter möchte gerne wieder einen Hund haben.

Einen der in die Familie passt, mit dem die Katzen klarkommen würden und er mit ihnen.

Jack kommt im Tierheim zu meiner Mutter und springt an ihr hoch, gibt ihr einen feuchten Kuss. Da meiner Mutter der Name Jack nicht gefällt und er soo lieb und knuddelich ist, nennt sie ihn "Knuddel".

Wer verliebte sich in jenem Augenblick des feuchten Kusses in wen?

Das meine Mutter im Rollstuhl sitzt, stört ihn nicht.

Seine körperliche Beeinträchtigung kann durch die liebevolle Fürsorge  meiner Mutter und regelmäßigem Training gelindert werden und, es wird immer besser.

Er ist ein Schelm.

Regelmäßig an der Leine spazieren zu gehen, nicht jedem dem er guten Tag sagen will die Vorderbeine auf die Schulter zu legen, Ängste von Unbekanntem zu überwinden, ist für meine Mutter eine große Herausforderung.

Aber die Liebe siegt über alle Schwierigkeiten.

Nur wo ist Knuddel an seinem ersten Silvester abgeblieben?

Er liegt im Bett meiner Mutter und wehrt sich mit vier Füßen dieses zu verlassen.

Wenn er sich wenigstens etwas drehen würde, aber er liegt quer im Bett. Wie soll meine Mutter ins Bett gehen?

Auch wenn er nicht mein Hund ist, habe ich ihn doch sehr in mein Herz geschlossen, möchte ihn nie wieder missen!

Knuddel trägt keinerlei Aggression in sich, dieses habe ich in solch einer Form bei einem Tier noch nie erlebt.

Wenn ich nach hause komme werde ich nicht nur von Minz und Maunz den Katzen begrüßt, sondern auch von dem liebsten Hund der Welt. Er legt sich gleich auf den Rücken und möchte spielen und gestreichelt werden. Er spielt gerne mit Bällen und es macht Spaß, er legt zu Begrüßung einen Ball vor meine Füße.

 

Knuddel ist zehn Jahre lang ein sehr wichtiges Familienmitglied.

Meine Mutter lernt durch ihn Frauen kennen, mit denen sie heute noch befreundet ist.

Mein Bruder wurde vor mehrern Jahren schwer krank und meine Mutter war auch über Nacht mit ihm im Krankenhaus.

Knuddel und Die Katzen wurden in dieser Zeit durch die frauen und mich bestens versorgt.

Meine Mutter gibt Knuddel am Anfang ein Versprechen:

"Wenn du eines Tages solche Schmerzen hast, dass du nur noch leidest, dann darfst du gehen".

"Manne (mein Vater) und Ouzo werden dich empfangen - Versprochen"!

 

                              

 

 


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