Es ist nicht zu fassen, hör`zu

 

Ich lese dir einen Zeitungsartikel vom Freitag vor. Geschehen ist das ganze am Donnerstagabend, Anfang Februar 2008.

 

       Quelle: Leonberger Zeitung

 

Renningen: Raubüberfall rasch aufgeklärt.

ein Raubüberfall auf den CAP - Lebensmittelmarkt in der Malmsheimer Ortsmitte ist am Ende kläglich gescheitert. Die zwei mutmaßlichen Täter, zwei zwanzigjährige Burschen aus Malmsheim und Weissach, stellen sich zwei Stunden nach der Tat der Polizei.

Ein Raubopfer hatte einen der Täter wiedererkannt und die Polizei auf die Spur des Duos gebracht. Wie die Polizei berichtete, wurde ein 28 Jahre alter Mitarbeiter des Supermarkts am Donnerstag gegen 20 Uhr kurz vor Feierabend im Keller des Ladens von zwei vermummten Tätern erwartet. Mit einer Pistole und einem Messer bewaffnet, zwangen sie den Mitarbeiter in den Verkaufsraum zurück, wo die mit weißen Overalls und Staubmasken verkleideten Täter noch zwei weitere Verkäuferinnen bedrohten. Das Räuberduo hatte wohl nicht mit der Nervenstärke eines der Opfer gerechnet, welcher sich in aller Ruhe einen der Täter ansah und hinter der Maskerade einen Kunden entdeckte.

Die Polizei ging direkt zum Elternhaus der Täter. Zunächst bestritten sie die Tat, verwickelten sich aber zunehmend in Widersprüche und durften die Nacht in einer Zelle zubringen. Am nächsten Morgen gestand dann einer der Heranwachsenden die Tat. Bei Wohnungsdurchsuchungen tauchte nicht nur das gestohlene Geld, sondern auch die mutmaßlichen Tatwaffen und die Maskeraden auf. Die beiden jungen Männer sind wegen diverser Diebstahlsdelikte, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen bekannt.

 

Ein Haftrichter hat die beiden gestern Nachmittag in Untersuchungshaft geschickt.

 

               Ende des Artikels

 

Bei dem Mitarbeiter und Opfer handelte es sich um meinen Sohn Michael.

Als ich aufgehört hatte zu zittern, schrieb ich am Dienstag, 5. Februar 2008, folgenden Leserbrief an die Leonberger Zeitung zum Raubüberfall im CAP-Lebensmittelmarkt am 31.01.2008:

 

Ich finde die Idee der CAP- Lebensmittelmärkte große Klasse. Hier finden Menschen auf dem „normalen“ Arbeitsmarkt einen Platz, den sie ausfüllen können. Sie kämpfen um Gleichstellung und „stehen“ ihren Mann bzw. Frau. Meine Freundinnen und ich erleben alle von ihnen in drei verschiedenen Märkten als freundliche und kompetente Fachkräfte.

Ihre Handicaps kaschieren sie den Kunden gegenüber mit Freundlichkeit und Aufmerksamkeit. Die CAP-Märkte sind so eine Art „Tante-Emma-Läden“, die nicht nur von  so vielen älteren Kunden, sondern mittlerweile auch von jungen Frauen mit ihren Kleinkindern vermisst werden. Hier ist man nicht nur Fremdling, hier wird man noch oft mit Namen angesprochen und freundlich bedient.

Nicht nur ich finde diese Märkte klasse und es ist eine große Schande, dass Mitarbeiter der Malmsheimer Filiale schon das zweite Mal überfallen wurden. Ich habe mich über den mutigen Einsatz der Mitarbeiter gefreut.

Eine zufriedene CAP-Kundin

Ich bin stolz auf unseren Sohn Michael!!


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